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JD Vance und Deutschland: Was der US-Vizepräsident wirklich will


 US-Vizepräsident JD Vance sorgt immer wieder mit seinen Äußerungen über Deutschland für Aufsehen. Während Donald Trump den Fokus auf die US-Innenpolitik und Migrationsfragen an der Südgrenze legt, beschäftigt sich sein Stellvertreter auffallend intensiv mit Europa – und insbesondere mit Deutschland. Warum ist Vance die deutsche Politik so wichtig? Und was steckt hinter seiner Kritik?

Vance und Europa: Eine kulturelle Einheit?

Laut Bojan Pancevski, Reporter des Wall Street Journal, sieht sich Vance als Teil einer gemeinsamen westlichen Kultur, die aus seiner Sicht bedroht ist. Sein Beraterumfeld argumentiert, dass die USA und Europa historisch, kulturell und politisch eng verbunden seien.

„Sie glauben, das sei der Westen, und der Westen sei bedroht durch Massenmigration und kulturellen Wandel“, erklärt Pancevski. Vance stützt seine Aussagen dabei oft auf statistische Entwicklungen in Deutschland, etwa den hohen Anteil von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache.

Migration als zentrales Thema

Besonders stark kritisiert Vance die deutsche Migrationspolitik. Er warnte vor einer „Selbstzerstörung Deutschlands“ durch illegale Migration und argumentiert, dass der deutsche Staat zunehmend die Kontrolle verliere. Seine Haltung spiegelt die Sichtweise vieler in der MAGA-Bewegung („Make America Great Again“) wider, die Migration als Hauptproblem des Westens betrachten.

Die Rolle der AfD: Zufällige Verbündete?

Brisant ist, dass die AfD immer wieder als „Verbündete“ des Trump-Lagers wahrgenommen wird. Doch laut Pancevski wissen Vance und seine Berater wenig über die konkreten politischen Inhalte der AfD. „Sie haben keine Ahnung von der Politik der AfD, und das ist ihnen auch egal. Wichtig ist nur, die Migration zu stoppen.“

Unterschiede zwischen Trump und Vance

Während Vance eine fast ideologische Obsession mit Europa entwickelt hat, ist Trump pragmatischer. Er konzentriert sich auf Amerikas Grenzen und Wirtschaft, zeigt aber weniger Interesse an der ethno-kulturellen Entwicklung Deutschlands. Die starken Statements von Vance scheinen mehr von seiner persönlichen Überzeugung als von offizieller US-Politik getrieben zu sein.

Fazit: Vance als Sprachrohr einer neuen US-Doktrin?

Vance’ harte Kritik an Deutschland könnte langfristig Einfluss auf die transatlantischen Beziehungen haben. Während Deutschland auf eine enge Zusammenarbeit mit den USA setzt, scheinen Teile der US-Regierung unter Trump eine neue Richtung einzuschlagen – mit weniger diplomatischer Zurückhaltung und einer klaren ideologischen Agenda.


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